Das siebte Wort vom Kreuz: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist.“ (Lk 23, 46)
a) Reflexion über das Wort Gottes
„Es war aber um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“ (Lk 23,44-46).
„Die Erde bebte, und die Felsen spalteten sich. Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr und sagten: Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!“ (Mt 27,51.54).
Blutströme, die immer dunkler sind, fließen über das totenbleiche Gesicht Jesu. Die mit Wunden bedeckten Wangen verlängern sich. Die Lippen sind blau und zusammengezogen. Sein Kopf neigt sich zu seiner Brust, das Herz Jesu hört auf zu schlagen. Jesus versteht, dass er an der Schwelle zum Tod steht. Mit letzter Kraft drückt er seine Füße gegen den Nagel, nimmt einen tieferen Atem und schreit mit lauter Stimme: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ Seine zuvor geschlossenen Handflächen haben sich geöffnet und die Arme hingen hilflos herab. Die Knie sind zur Seite gebeugt. Der Kopf neigte sich hilflos auf seine Brust. Der Herr Jesus nahm seinen letzten Atemzug. Es war drei Uhr nachmittags.
Der Herr Jesus starb nicht den üblichen Kreuzigungstod durch Erstickung, sondern an einem Herzriss durch Schock und eine Einengung des Herzens durch Flüssigkeit im Herzbeutel. Als sich der römische Soldat dem Kreuz Jesu näherte, stieß er einen Speer in seine rechte Seite, um sicherzustellen, dass Jesus wirklich tot war. Zwei Flüssigkeiten kamen aus der durchbohrten Seite Jesu: zuerst die Blutgerinnsel und dann das Plasma. Es war Blut und Wasser, wie es der Apostel Johannes beschrieb. Dickflüssiges Blut floss nur unter seinem eigenen Gewicht frei.
Der Tod Jesu war der schwerste psychische und spirituelle Kampf auf unserem Planeten und gleichzeitig im gesamten Universum. Es ging um die Zerstörung der Macht der Sünde, der dämonischen Macht.
Jesus drückte sein und unser Lebensprogramm in den Worten des „Vater unser“ aus: „Vater, dein Wille geschehe!“.
Der Apostel fragt: „ … wisst ihr denn nicht, dass ihr alle, die ihr in Jesus Christus getauft wurdet, in seinen Tod getauft worden seid?“ (Röm 6, 3). Die Taufe hat den Charakter eines Bundes. Jesus hat sein Leben für dich gegeben – es ist seinerseits ein „JA“ für dich. Dein „Ja“ ist bedingt durch die Erkenntnis des Wesens der Taufe und die Bereitschaft, sich selbst zu sterben (sich selbst zu verleugnen).
b) Rezitation des Wortes Gottes (5 Minuten): Ich erlebe das Sterben und den Tod Jesu. Wir alle wiederholen: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist.“
c) Gebet mit dem Wort Gottes (5 Minuten): Es ist der Wille des himmlischen Vaters, dass ich gerettet werde (vgl. Joh 6,40). Wir sagen alle gemeinsam: „Vater“, und einer fügt hinzu: „Dein Wille geschehe!“ (Mt 6,10).
d) Gebet des Herzens (5 Minuten): Wir rufen: „.. baa.“ In dieser Anrufung übergebe ich meinen Geist zusammen mit dem Geist Jesu in die Arme des Vaters und akzeptiere jede Zeit und Art des Todes.
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