Geschichte – Gründungsdekret des Byzantinischen Katholischen Patriarchats
Gründungsdekret
des Byzantinischen Katholischen Patriarchats
Die Synode der Ukrainischen Orthodoxen Griechisch-Katholischen Kirche
in der Gnade der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und unter dem Schutz und Fürbitte
der Allerheiligsten Gottesgebärerin setzte sich mit der kritischen Situation
in der katholischen Kirche auseinander, nämlich: mit der Verletzung
des rettenden Glaubens in der katholischen Kirche und der Annahme einer neuen Lehre
und eines anderen Geistes, der den Grundwahrheiten des Evangeliums und
der apostolischen Tradition widerspricht. Am 5. April 2011 beschloss die Synode
die Gründung des Byzantinischen Katholischen Patriarchats. Sein Ziel besteht
in der Vereinigung aller Gläubigen, die den Schatz des katholischen Glaubens
unbefleckt bewahren wollen, unabhängig von ihrer Nationalität oder Zugehörigkeit
zu einer der katholischen Kirche oder Tradition.
Lwiw, Schowkwa, am 5. April 2011
+ Michael Osidatsch, Oberhaupt der UOGKK
+ Elija Dohnal OSBMr, Vikar des Oberhaupts der UOGKK
+ Markian Hitjuk, OSBMr
+ Methodius Schpirschik, OSBMr
+ Samuel Oberhauser, OSBMr
+ Basil Kolodi, OSBMr
+ Timotheus Sojka, OSBMr
Während des Kommunismus von 1946 bis 1990 befand sich die UGKK in der Sowjetunion im Untergrund.
1996 wurde der seit 17 Jahren exkommunizierte Bischof L. Husar, der sein ganzes Leben im Westen verbracht hatte, illegal und gegen den Willen dreier Metropoliten der UGKK als Nachfolger des schwerkranken Kardinals Ljubatschiwskyj eingesetzt.
Seit 2002 begann im Basilianerkloster in Pidhirzi eine gesegnete Mission. 2004 forderte Husar von den staatlichen Behörden per Geheimdekret Nr. 399/2003 vom 6. August 2004 die Deportation dieser Mönche aus der Ukraine.
Im Jahr 2006 schrieb Husar das Buch „Gespräche mit Seiner Seligkeit Kardinal L. Husar. Zum postkonfessionellen Christentum“, in dem er mehrere Häresien predigt, die das Wesen der Kirche leugnen.
Am 3. März 2008 wurden die Bischofsweihen von vier Basilianern aus dem Kloster Pidhirzi öffentlich bekannt gegeben. Dies wurde dem Heiligen Vater mit der Begründung mitgeteilt, dass dieser Schritt in einer Notsituation zum Wohle der UGKK getan wurde. Aufgrund der öffentlichen Verkündigung von Häresien durch L. Husar entstand in der Ukraine eine Notsituation. Eine ähnliche Notsituation herrschte unter dem Kommunismus, als die orthodoxen Katholiken verfolgt wurden und die Kirche im Untergrund lebte. Aus diesem Grund war es notwendig, das kirchliche Verfahren zu umgehen und die Weihen so zu empfangen, wie sie während des Kommunismus gespendet wurden. Die vier Bischöfe schlugen dem Heiligen Vater einen Privatbesuch vor, bei dem sie ihm alle Einzelheiten ihrer Weihen einschließlich der dokumentarischen Fotos vom Weiheritus mitteilen würden. Die Bischofsweihen von vier Basilianern wurden auch vielen katholischen Bischöfen und der gesamten ukrainischen Öffentlichkeit bekannt gegeben. Der Heilige Vater exkommunizierte keinen dieser vier Bischöfe oder bestrafte sie in irgendeiner Weise für die Nichtbefolgung kirchlicher Verfahren. Diese Reaktion des Heiligen Vaters unterschied sich von der seines Vorgängers, der die von Msgr. Lefebvre geweihten Bischöfe umgehend exkommunizierte. Das Schweigen des Papstes zu den Bischofsweihen in der Ukraine wurde als Zustimmung aufgefasst. Offensichtlich gaben die Bischöfe den Abtrünnigen weder die Namen des weihenden Bischofs noch die Umstände und den Zeitpunkt bekannt. Schon seit langem hatten sie traurige Erfahrungen mit ihrem hinterhältigen Verhalten, mit dem sie alles Göttliche in der Kirche liquidieren. Bald nach der Veröffentlichung der Bischofsweihen wurden zwei weitere Bischöfe geweiht und sie alle vereinigten sich mit zwei weiteren Bischöfen, die während des Kommunismus geweiht worden waren. So entstand die Orthodoxe Synode der UGKK im Gegensatz zur offiziellen abtrünnigen Synode der UGKK. Infolge großer Intrigen seitens der offiziellen Hierarchie und ihres Missbrauchs sogar der staatlichen Behörden war die Orthodoxe Synode gezwungen, einen orthodoxen Zweig der UGKK unter dem Namen UOGKK (die ukrainische orthodoxe griechisch-katholische Kirche) zu gründen.
Aufgrund der wachsenden Krise in der Kirche rief die Orthodoxe Bischofssynode am 5. April 2011 das Byzantinische Katholische Patriarchat aus, dessen Tätigkeitsbereich über die Grenzen der ukrainischen Kirche hinausging und zu einer orthodoxen Alternative für die orthodoxen Katholiken des lateinischen Ritus wurde. Die Entstehung des Patriarchats hat einen äußerst wichtigen Grund: die Verteidigung der orthodoxen Lehre und Moral in der gesamten katholischen Kirche! Seit dem 1. Mai 2011 hat die offizielle Struktur der römisch-katholischen Kirche diese Funktion verloren und ist nicht mehr befugt, sie auszuüben, da sie sich die schwerste Strafe Gottes zuzog – das Anathema für die Erhebung des Geistes von Assisi, des Geistes des Antichristen auf den Altar der Kirche.
Memorandum
des Byzantinischen Katholischen Patriarchats
1) Der Grund für die Entstehung des BKP
2008 wurde die Orthodoxe Synode der UGKK gegründet, die aus acht Bischöfen (einer davon verstorben) bestand. Der Grund für ihre Entstehung war, dass Ex-Kardinal L. Husar offen Häresien predigte, die die Grundlage des katholischen Glaubens und des gesamten Christentums leugnen. Die Orthodoxe Bischofssynode steht dieser abtrünnigen Struktur entgegen. Diese Struktur führt Priester und Gläubige durch Abfall vom Glauben in die ewige Verdammnis.
Da sich diese häretische Struktur auch nach mehreren Appellen nicht von den Häresien von L. Husar trennen wollte, verhängte die orthodoxe Bischofssynode den Bann Gottes, d. h. den Ausschluss aus der Kirche, über die abtrünnigen Bischöfe der UGKK. Diese Prälaten bekleiden ihre kirchlichen Ämter nun unrechtmäßig. Durch brutale Diffamierungen und verleumderische Hirtenbriefen versuchen sie, die orthodoxen Bischöfe und Katholiken zu beseitigen. Aus diesem Grund war es notwendig, sich von der UGKK zu trennen und eine neue Kirche für die orthodoxen Gläubigen unter dem Namen Ukrainische Orthodoxe Griechisch-Katholische Kirche (UOGKK) zu gründen. Dies geschah am 11. August 2009. Die Mitteilung über die Entstehung der neuen Kirche und die Begründung dafür wurde dem Papst Benedikt XVI. zugesandt.
Die orthodoxe Bischofssynode forderte während ihrer gesamten Existenz den Heiligen Vater dazu auf, eine echte Reform der katholischen Kirche durchzuführen. Die Synode der orthodoxen Bischöfe appelliert zudem unermüdlich nicht nur an die staatlichen Behörden der Ukraine, sondern auch an die Regierungschefs in ganz Europa, um die Einführung des Antidekalogs (Homosexualität, Jugendstrafrecht, die sogenannte Gender-Ideologie, Antipädagogik, Euthanasie…) in die Gesetzgebung zu verhindern. Die Synode erneuerte zudem den Bann Gottes über die Christen, die Mitglieder der halbgeheimen Organisation der Freimaurer sind.
Die Orthodoxe Synode rief die Bischöfe der katholischen Kirche dazu auf, ihren Glauben zu bekennen und der Einheit mit den modernen Häresien abzuschwören. Die Orthodoxe Synode war gezwungen, 4872 abtrünnige Bischöfe, die in der Einheit mit den Häresien verharrten, mit dem Kirchenbann zu belegen. Dabei handelt es sich vor allem um Häresien, die die Göttlichkeit Christi und die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift leugnen (die historisch-kritische Theologie), sowie um die Häresien der sogenannten Verehrung heidnischer Dämonen (Assisi, 1986). Die vom Glauben abgefallenen Bischöfe weihen nun Bischöfe und Priester ungültig. Die Notwendigkeit der Erneuerung der katholischen Kirche und des gesamten Christentums erforderte die Gründung des Byzantinischen Katholischen Patriarchats. Das Patriarchat baut auf den Grundlagen der Apostel und Propheten auf. Es distanziert sich von allen Häresien und predigt die orthodoxe Lehre, wie sie von den Aposteln und Kirchenvätern verkündet wurde.
2) Tätigkeitsbereich des Byzantinischen Katholischen Patriarchats
Das Patriarchat vereint alle orthodoxen Christen unter geistlicher Autorität, die das wahre Evangelium und die Lehre Christi auf Erden voll und ganz vertritt. Diese Autorität distanziert sich kategorisch von allen Häresien und bekennt sich zum rettenden Glauben, der allen, die der geistlichen Autorität des Patriarchats unterstehen, einen sicheren Weg zur Erlösung gewährleistet. Das Ziel des Byzantinischen Katholischen Patriarchats ist es, allen Gläubigen, die den Schatz des katholischen Glaubens unbefleckt bewahren wollen, Schutz zu gewähren, unabhängig von ihrer Nationalität oder Zugehörigkeit zu einer der katholischen Kirche oder Tradition.
3) Voraussetzungen für den Beitritt zum BKP
Ein Katholik des östlichen oder westlichen Ritus, der der Jurisdiktion des Byzantinischen Katholischen Patriarchats unterstehen will, muss diese Grundwahrheiten bekennen und Häresien entsagen.
Das Glaubensbekenntnisformular:
1) Ich glaube, dass Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch ist.
2) Ich glaube, dass wir allein durch Jesus Christus Erlösung erlangen (vgl. Apostelgeschichte 4,12).
3) Ich glaube, dass der Herr Jesus Christus für uns, also auch für mich und meine Sünden, am Kreuz gestorben ist.
4) Ich glaube, dass Jesus Christus am dritten Tag real und historisch auferstanden ist.
5) Ich entsage der historisch-kritischen Theologie (HKT) und dem Geist, der dahinter steht.
6) Ich entsage dem Geist des Synkretismus und Relativismus.
7) Ich entsage den Häresien in der Erklärung Nostra aetate und dem sogenannten Geist von Assisi.
8) Ich entsage Satan und Dämonen, insbesondere denjenigen, die heute durch verborgene Formen der Magie, Wahrsagerei und des Spiritismus wirken (Homöopathie, Akupunktur, Hypnose, Wahrsagerei mit Pendel, Wünschelrute…).
9) Ich entsage dem Geist des New Age.
10) Ich halte homosexuelle Handlungen für Abscheulichkeit und Todsünde.
11) Ich entsage dem Geist, der durch die Freimaurer und mit ihnen verbundene Organisationen (Rotary, Lions Club…) wirkt.
